"Ähem ja, danke..." stammele ich nur und denke etwas schuldbewusst, dass ich das Kompliment wohl an den Mann weitergeben muss, denn ich hatte, während sie neben mir saß, die meiste Zeit auf dem Smartphone gelesen. Unterdessen machte die Große Hausaufgaben und der Mann spielte mit der Kleinen.
Sie hätte ja auch drei Kinder großgezogen, und heute würde sie es bedauern, dass sie so viel Zeit mit Putzen verbracht hätte. Ich denke noch: 'Na ja, wenn das Geld knapp war...', als sie schon fortfährt, dass ihr Mann es schließlich immer sauber haben wollte, der sei aus einer so reinlichen Familie gekommen. Er hätte sich dann immer beschwert. Und sie sei ja selber schuld gewesen, sie hätte sich ja zur Wehr setzen können. Ihre Tochter, die hätten heute so viel Selbstbewusstsein durch ihre Berufe, dass Ihnen das nicht mehr passieren würde.
Und dann ist sie zur Tür hinaus, ich rufe Dank für die warmen Worte hinterher und denke noch ein bißchen über die alten Zeiten, Putzzwang und Freudlosigkeit nach.
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